Japanische Teezeremonie im Teehaus von Fujimori

Japanische Teezeremonie im Teehaus von Fujimori  - achtsam wohnen und leben

o.K. ich gebe zu, es ist nur ein Traum von mir, einer japanische Teezeremonie in einem von Fujimori geplanten Teehäusern beizuwohnen. Immerhin habe ich das kleine schwarze Haus auf Stelzen und karbonisierter Fassade  mit eigen Augen gesehen. Es steht auf der ehemaligen Raketenstation in Hombroich und ist Überbleibsel einer Ausstellung über den namenhaften japanischen Architekten Teronobu Fujimori, der seit 1991 wenige dieser recht kleinen Gebäude realisiert hat. 

Die Teekultur hat in Japan einen hohen Stellenwert, von der auch wir uns in der heutigen Zeit ein paar Scheiben abschneiden und zu eigen machen können. Der umbaute Raum spielt dabei eine wichtige Rolle. Sich vom Alltag frei machen und sprichwörtlich in eine andere Sphäre abzutauchen sind Grundpfeiler, auf denen diese Tradition basiert.

Dem Alltag entfliehen - Teezeremonie auf japanisch

Was ist eigentlich eine japanische Teezeremonie?

Diese Frage hatte ich mir selbst einmal gestellt, denn ich bin fasziniert von der japanischen Kultur und deren Fassetten. Ich greife das Thema aktuell in der Adventszeit auf, weil ich finde, dass es in der schnelllebigen und konsumbasierten Jahresphase etwas anderes braucht und da passt die Teestunde, von der ich hier ja öfter berichte, bestens hin. Schauen wir uns doch einfach mal die Fakten einer japanischen Teestunde an:

  • Ein wichtiger Bestandteil für eine japanische Teezeremonie ist das Teehaus. Ein Ort, der reduziert und karg gestaltet ist. Der Raum wird zum Ort der Stille und Konzentration.
  • Bevor die Gäste das Teehaus für die Zeremonie betreten werden Mund und Hände gewaschen. Der Gastgeber begleitet sie und führt sie in der Regel von einem Pavillon zum Teehaus.
  • Der Weg, der bis dorthin beschritten wird, hat Symbolcharakter - auf dem Pfad wird das drumherum vom Alltag abgestriffen.
  • Zum einzigen Raum des Teehauses führt eine niedrige Tür, durch die, die Gäste in gebeugter Haltung treten. Sich beugen in Demut und sich mit allen gleichstellen.
  • Nachdem meist kalte Speisen gereicht wurden beginnt die eigentliche Teezeremonie. Tees werden nach bestimmten Abfolgen und speziellen Gefäßen zubereitet und nach und nach getrunken.
  • Die Konzentration auf das hier und jetzt wird gefördert. Karge Räume bestärken die Konzentration ohne Ablenkung.

Eine japanische Teezeremonie, was steckt dahinter - Teehaus von Fujimori

Dem Alltag entfliehen, sich auf das HIER konzentrieren ohne Ablenkung, das klingt nach einer Formel, die aktueller ist denn je. Abseits von der Hektik der Großstätte, sollten wir uns doch besonders in der Adventszeit auf ein ICH , auf ein HIER und auf ein JETZT besinnen und das Leben etwas langsamer angehen. Die japanisch Teezeremonie gibt Regeln vor, die wir sicherlich nicht in der Gänze adoptieren müssen. Allerdings können uns die Werte und Ziele dieses Rituals im Alltag begleiten. Für mich gehört die Besinnung auf die Zeit, der schlicht gestaltete Raum und die wenigen Dekorationselemente unbedingt dazu.

Meine Adventsdeko: Dekoriert habe ich schlicht, mit Tannenzweigen, die ich auf meiner letzen Wanderung mitgenommen hatte. Mehr brauche ich nicht, um in den Advent zu starten, außer einer heißen Tasse Tee und genüssliche Zeit für mich. 

Teehaus auf Stelzen von Fujimori - die japanische Teezeremonie.

Hier kannst du mehr über das Teehaus von Teronobu Fujimori erfahren:

Inselhombroich - Teehaus von Teronobu Fujimori

Mehr Architektur von japanischen Architekten:

Hote 7132 - Zimmer gestaltet von Tadao Ando 


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